Herausforderungen erfolgreich gemeistert

Die Kreissparkasse Wiedenbrück hat die Herausforderungen im Geschäftsjahr 2019 erneut erfolgreich gemeistert. Zu den Herausforderungen zählten einmal mehr das niedrige Zinsniveau, die zunehmende Regulatorik und voranschreitende Digitalisierung. Dennoch wurde die führende Marktposition weiter gefestigt. So stiegen die Kundeneinlagen um überdurchschnittlich 1,7 Prozent auf über 2,3 Milliarden Euro und die Bilanzsumme kletterte auf knapp 3 Milliarden Euro, ein Plus von 4,2 Prozent. 

Das verfügbare Einkommen der Bevölkerung ist im abgelaufenen Jahr gestiegen. Demzufolge blieb die Sparquote weiter auf einem im langfristigen Vergleich ausgesprochen hohem Wert stabil. Veränderungen beobachtet die Kreissparkasse seit längerem jedoch mit Blick auf das Sparverhalten. Das einst so beliebte Sparbuch wird kaum noch nachgefragt. Aufgrund der Zinssituation ist dies wenig überraschend. 

Der Bestand der Giro- und Tagesgeldkonten wuchs im Jahr 2019 nochmals um 9,5 Prozent an. Werden Wertpapiere bei der Betrachtung des Einlagengeschäfts mit einbezogen, haben die Kunden der Kreissparkasse im vergangenen Jahr ein zusätzliches Geldvermögen von 61,5 Millionen Euro gebildet. Eine sehr erfreuliche Entwicklung, die zeigt, dass Wertpapiere ein wichtiger Baustein in der Vermögensbildung bleiben.

„Wenn unsere Kunden noch eine Rendite erwirtschaften möchten, müssen wir ihnen ein breites Portfolio anbieten. Hier sind wir mit unserm Verbundpartner, der DekaBank, hervorragend aufgestellt“, so Sparkassendirektor Johannes Hüser. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Wertpapierkurse nicht immer nur nach oben zeigen können. Richtigerweise investieren viele Geldanleger gerade in Zeiten von äußerst niedrigen Zinsen in die Anlage von Wertpapieren. Deshalb stieg das durch die Kreissparkasse Wiedenbrück verwaltete Wertpapiervolumen um 8,6 Prozent. Die gesamten Wertpapierkäufe legten sogar um fast 12 Prozent zu. 

Begünstigt durch das äußerst niedrige Zinsniveau konnte die Kreissparkasse einen deutlichen Zuwachs im Kreditgeschäft erzielen. Die Entwicklung der Bestände im gesamten Kreditgeschäft überstieg mit plus 6,8 Prozent deutlich den im Durchschnitt aller Sparkassen Westfalen-Lippe erzielten Zuwachs von 4,2 Prozent. Dabei dominierte erneut der Wohnungsbau das Privatkunden-Kreditgeschäft. Hier führte die Nachfrage zu einem Plus von 19,4 Prozent bei den Zusagen. „Die Nachfrage nach Immobilien ist weiterhin sehr hoch. Sei es zur Eigennutzung oder Geldanlage mangels Alternativen. Zudem ist die Nachfrage weiterhin deutlich höher als das Angebot, was bekanntlich zu steigenden Preisen führt. Ferner ist das Zinsniveau weiterhin niedrig“, begründet der Vorstandsvorsitzende diese Entwicklung, die dazu führt, dass die Kreissparkasse sehr viele Menschen in die eigenen vier Wände bringt.

Zu den Geschäften des Kreditinstituts gehört seit Jahren auch die allgemeine Absicherung von Lebensrisiken. Die Entscheidung, Kunden Lösungen in Form von Produktbündeln anzubieten, hat sich hier mehr als bestätigt. So wurde das angebotene Bündel zum Thema Gesundheitsschutz sehr stark nachgefragt. Hervorzuheben ist hier insbesondere das gute Ergebnis im Bereich Krankenversicherungen. Sehr erfreulich entwickelte sich der Bereich Lebensversicherungen. Hier konnte eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Dies verdeutlich auch die Bedeutung des Themas Altersvorsorge. Es ist und bleibt ein aktuelles Thema. So konnte 2019 wieder ein Plus an Riester-Verträgen verzeichnet werden. Der Zuwachs lag bei 12 Prozent.

Die Kreissparkasse ist nah am Menschen und richtet ihr Geschäftsmodell demzufolge immer wieder an den neuen Rahmenbedingungen und den veränderten Kundenbedürfnissen aus. „Unsere Kunden wollen die täglichen Servicegeschäfte fast nur noch digital abwickeln“, weiß Johannes Hüser. Über 70 Prozent der Kreissparkassen-Kunden haben einen Online-Banking-Vertrag und fast ein Drittel aller Transaktionen laufen über das Smartphone – Tendenz steigend. „Aber für Baufinanzierungsberatung oder eine Vermögensberatung wollen sie sich nach wie vor mit ihrem persönlichen Berater zusammensetzen.“ Auf diesen Trend hat die Kreissparkasse reagiert und baut ihre Geschäftsstellen nach für nach hierfür um. In Rheda und Wiedenbrück ist dieser nun bereits vollzogen. „Der richtige Mix aus Digital und Geschäftsstelle ist der entscheidende Erfolgsfaktor – unser Kunde muss sich nicht entscheiden, ob er Filial- oder Digital-Kunde sein will“, bringt es der Sparkassendirektor auf den Punkt. 
Ein Meilenstein war die Einführung von Apple-Pay im Dezember. Seitdem können Kunden mit dem iPhone über die Kreditkarte kontaktlos bezahlen. Für Apple gehört die Sparkassen-Finanzgruppe zu den größten Partnern weltweit und ist – gemessen an der Zahl der Institute und der Kartenanzahl – die klare Nummer eins der Apple-Pay-Anbieter im deutschen Markt. Damit bestätigen die Sparkasse ihre Position als führender Anbieter digitaler Banking- und Payment-Lösungen. Das dabei das Girokonto kein „give away“-Produkt ist, mussten alle Kunden im Oktober erfahren als einheitliche Kontoführungspreise eingeführt wurden. „Gute Leistungen kosten Geld und unser Girokonto von heute ist nicht mehr das Girokonto der 80er. Es ist inzwischen ein Power-Paket: Da stecken sehr viele neue Services drin. Denken Sie zum Beispiel an die Echtzeitüberweisungen und an die Möglichkeit, mit dem Smartphone inzwischen fast überall bezahlen zu können“, so Johannes Hüser. 


Erfreulich ist ebenfalls die Ausbildungsquote von zurzeit 8,6 Prozent. Aktuell bildet die Kreissparkasse 24 junge Menschen zu Bankkaufleuten aus. Das Kreditinstitut hält weiter daran fest, jungen Leuten eine gute Berufsausbildung zu bieten. „Wir benötigen auch in den kommenden Jahren gut qualifizierte und motivierte Nachwuchskräfte“, läutet Sparkassendirektor Johannes Hüser die Bewerbungsphase für 2021 ein. 

Tag für Tag bringt die Kreissparkasse messbare Leistungen für die Allgemeinheit und unterstreicht damit ihre regionale Bedeutung in eindrucksvoller Art und Weise. So hat sie mit insgesamt 881.000 Euro Vereine, Kindergärten, Schulen, die Jugendarbeit, den Sport, Natur- und Umweltprojekte sowie Kunst und Kultur in der heimischen Region gefördert. Ebenso rundet die 1997 errichtete Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück mit einem Stiftungskapital in Höhe von gut 4 Millionen Euro das seit vielen Jahren vorhandene gemeinnützige Engagement der Kreissparkasse fruchtbar ab. Damit ist die Kreissparkasse größter Förderer gesellschaftlichen Miteinanders in der Region.


 


Bildunterschrift:
Vorstandsvorsitzender Johannes Hüser (l.) und Vorstandsmitglied Werner Twent (r.) legten trotz schwieriger Marktbedingungen wieder gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 der Kreissparkasse Wiedenbrück vor. 

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